Rewind. Die Darstellung der Geschichte von Gerard de Lairesse bis Brad Pitt
Gastkuratorin Maaike Roozenburg zeigt, wie malereikundige Regeln von der Historienmalerei im heutigen Kino weiterleben, indem sie Historienbilder aus dem 17. Jahrhundert mit Standbildern aus heutigen Spektakelfilmen kombiniert.
Historienbild versus Kino
Ordonnantie, Attitude und Affecten. Ausdrücke, die man nicht direkt mit den Actionszenen mit Brad Pitt in Troy in Verbindung bringt. Dennoch sind es diese Begriffe, aus dem 'Schilder-Boeck' von Karel van Mander (1604) stammend, die die heutige Kinematografie bestimmen. Die Anordnung der Figuren (Ordonnantie), Körperhaltung (Attitude) und das Ausdrücken von Emotionen (Affecten), bilden die Grundlage der Bildsprache von den modernen Hollywoodproduktionen. Diese 'Erfolgsformel' von Van Mander dient in der heutigen Zeit demselben Ziel, wie im 17. Jahrhundert: die Geschichte und die Emotionen so lebendig wie möglich zu überbringen. In der Ausstellung Rewind. Die Darstellung der Geschichte von Gerard de Lairesse bis Brad Pitt stellt Kuratorin Maaike Roozenburg dar, wie die Formel von Van Mander sowohl in Historienbildern, als auch in heutigen Filmen angewandt wird. Roozenburg zeigt dies anhand von Historienbildern aus dem Mauritshuis und Rijksmuseum Twenthe, und lebensgroßen Filmbildern aus dem Hollywoodfilm Troy (2004).