Rijksmuseum Twenthe

Im Herzen der Renaissance

Raffael und Giovanni Bellini, Tizian und Tintoretto: ab dem 12. Februar bis zum 18. Juni 2017 sind Werke von einigen der größten Künstler der italienischen Renaissance in Enschede zu sehen. Tickets sind bereits im Vorverkauf erhältlich.

Besondere Gemälde

In einer einzigartigen Kooperation mit der Pinacoteca Tosio Martinengo in Brescia organisiert das Rijksmuseum Twenthe eine Ausstellung von 45 Meisterwerken italienischer Malerei aus dem 16. Jahrhundert. Neben den Werken berühmter Maler aus Rom und Venezien wird in der Ausstellung ebenfalls eine große Auswahl weniger bekannter, aber besonders anziehender Gemälde von Meistern aus Norditalien gezeigt. Zum ersten Mal erfolgt in den Niederlanden die Präsentation einer Gruppe norditalienischer Renaissancegemälde.



Die Wiege Europas

Die italienische Renaissance darf zu Recht als die Wiege des modernen Europas bezeichnet werden. Auf der apenninischen Halbinsel entsteht eine bis dahin ungekannte, rationale Annäherung an die Wirklichkeit. Eine neue, von der klassichen Antike inspirierte Sichtweise manifestiert sich beispielsweise auf dem Gebiet der Philosophie, Geschichtsschreibung und Politik. Mit dem gelehrten Humanismus des 15. und 16. Jahrhundert kündigt sich ebenfalls ein neues Menschenbild eines selbstbewussten Individuums an, welches sich kritisch zur Welt, Gott und sich selbst verhält.


Grundlage für die Malerei

Ein faszinierendes Fenster zu diesen Neuerungen bietet die bildende Kunst. Die ersten Experimente mit Klassizismus und Naturtreue in Skulpturen und Gemälden aus dem 15. Jahrhundert erreichen kurz nach 1500 einen Höhepunkt bei dem jungen, brillianten Maler Raffael. Sein Werk zeichnet sich durch harmonische Kompositionen, idealisierte Figuren und menschliche Empathie aus. Gemeinsam mit den Arbeiten der Venezianer wie Bellini und Tizian bildet es eine Grundlage für die Malerei im Italien des späteren 16. Jahrhunderts.




Vieleseitige Kunstproduktion von außergewöhnlich hoher Qualität

Zu jener Zeit verbreitet sich die Renaissancemalerei von Florenz und Rom ausgehend über den Norden von Italien, von den großen Städten Venedig und Mailand bis hin zu kleineren Orten wie Bergamo, Cremona, und Brescia. Dort keimt eine vielseitige Kunstproduktion von außergewöhnlich hoher Qualität auf. Meister wie Lorenzo Lotto, Alesandro Moretto und Giovanni Battista Moroni ragen durch eine Malerei hervor, welche Sinn für Details mit einer Beherrschung von Farb- und Lichteffekten kombiniert und das Gefühl für die Wiedergabe der alltäglichen Wirklichkeit an die Anforderungen religiöser Darstellungen koppelt.


Blickfang

Ein besonderer Blickfang in der Ausstellung ist eine Arbeit von Raffael, von dem im Übrigen kein einziges Werk in niederländischen Kollektionen vorzufinden ist. Um 1505 bemalte er das kleine Gemälde auf Holz mit einer ergreifenden Darstellung Jesu als Halbfigur. Des Weiteren sind auch Arbeiten von Raffaels älteren Zeitgenossen Giovanni Bellini nicht in unserem Land anzutreffen; das Gemälde einer intimen und zugleich statischen Maria mit Kind ist aus seiner Hand angefertigt worden. Ebenfalls gibt es ein imposantes Porträt sowohl von Tizian als auch Tintoretto zu sehen.




Lebensgroße Porträts

Vom größten Porträtisten der Lombardei des 16. Jahrhunderts, Giovanni Battista Moroni aus Bergamo, werden vier Werke gezeigt, zu denen auch zwei prachtvolle lebensgroße Porträts gehören, die Gian Gerolano Grumelli und dessen Frau Isotta Brembati darstellen. Die Arbeiten, welche auf die Architektur und die Bildhaukunst der Antike verweisen, zeigen etwas von der auf jener Epoche basierenden humanistischen Renaissancekultur, so wie sie sich in Norditalien im 16. Jahrhundert entwickelte.



Bitte beachten Sie: Am Samstag, den 11. Februar 2017, ist das Museum anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Im Herzen der Renaissance“ geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis. Ab Sonntag, den 12. Februar, heißen wir Sie dann wieder herzlich willkommen. Wir empfehlen Ihnen Ihr Ticket bereits online unter diesem Link zu beziehen, sodass Ihr Zugang zur Ausstellung garantiert ist.


Die Ausstellung wird ermöglicht durch: