Rijksmuseum Twenthe

Die Art der Dinge

  • DATUMZondag 5 november
  • LOCATIERijksmuseum Twenthe

Vom 5. November bis zum 25. März 2018. Im Herbst organisiert das Rijksmuseum Twenthe eine große Gruppenausstellung mit Werken neun zeitgenössischer Künstler. Die Ausstellung präsentiert Arbeiten von Emmy Bergsma, Aline Eras, Hanneke Francken, Anouk Griffioen, Roos Holleman, Kinke Kooi, Arno Kramer, Hans de Wit und Sigrid van Woudenberg.

Zoomen

Der Maler neigt zur großen Geste; mit einzelnen treffsicheren Farbstrichen versteht er es sein Thema auf der Leinwand festzuhalten. Der Zeichner sucht diese dagegen im Kleinen. Er studiert und analysiert die Dinge. Mit Bleistift oder Kreide tastet er die Wirklichkeit ab und fängt das Universelle in den Details, so sagt es zumindest das Klischee. Jedoch gilt für viele Klischees, dass sie im Kern der Wahrheit entsprechen. Darum formt diese Idee, dass das Tasten und Zoomen eine Eigenheit des Zeichnens ist, den Ausgangspunkt der Ausstellung Die Art der Dinge.


Motive

Die neun Künstler in dieser Ausstellung fokussieren sich nicht auf das große Ganze, sondern lassen sich von spezifischen Motiven leiten, die für sie von Bedeutung sind. Diese Motive werden untersucht, erkundet und es werden neue Welten darin entdeckt. Dabei haben die teilnehmenden Künstler gemeinsam, dass sie sich alle auf Motive richten, die auf der Natur beruhen. Einige lassen Pflanzen und Tiere buchstäblich in ihrem Werk zurückkommen, bei anderen zeigt der Einfluss der Natur sich vor allem im Gebrauch organischer Formen.


Teilnehmende Künstler

Manche studieren die Natur auf direkte Weise, wie zum Beispiel Roos Holleman, die ihre Zeichnungen von Paradiesvögeln als visuelle Autopsie umschreibt, während die sehr genau aussehenden Zeichnungen von Käfern und Schädeln der Künstlerin Aline Eras Assoziationen an Illustrationen von Enzyklopädien aus dem 18. Jahrhundert hervorrufen. Die sinnlichen Motive Kinke Koois dagegen sind keine naturgetreuen Studien, sondern können als organisch bezeichnet werden. Das Hineinzoomen stellt sie regelrecht als Einblicke in mysteriöse Zimmer dar. Anouk Griffioen und Sigrid van Woudenberg geben dem Betrachter das Gefühl zu verschwinden, indem sie in die großen Mengen an Blattwerk hineinzoomen. Die Zeichnungen der Baumstämme und Zweige von Hanneke Francken sind manchmal so detailliert, dass sie zu Abstraktionen werden. Aber wenn man lang genug hinschaut, tauchen die Motive – eine Ente, ein Vogel – von selbst wieder auf. Emmy Bergsma fokussiert sich auf Pflanzen, an denen wir einfach vorbeigehen, wie Unkraut oder eine verwelkte Erdbeerpflanze. Bei Arno Kramer sind es die Tiere – die Hasen, Hirsche – die im Mittelpunkt stehen. Und Hans de Wit richtet seinen Blick auf den Erdboden, um darin neue surrealistische Welten zu entdecken.


Geschöpfe

Die Art der Dinge ist Teil von drei Ausstellungen rundum das Thema ,Geschöpfe’, die im Herbst 2017 im Rijksmuseum Twenthe und Museum TwentseWelle organisiert werden. Der Anlass für das ,Geschöpfe’-Triptychon ist die Ausstellung über den Maler Otto Marseus van Schrieck aus dem 17. Jahrhundert im RMT. Marseus malte Waldbilder, auf denen sich allerlei Tiere und Pflanzen befinden, wobei er ,gering geschätzte’ Geschöpfe wie Schlangen, Libellen, Schmetterlinge, Kröten, Frösche und Pilze bevorzugte. Er hebt die einzelnen Motive hervor, die Geschöpfe der Natur. Durch Beobachtung und Hineinzoomen versteht er es, diese Geschöpfe mit wissenschaftlicher Genauigkeit darzustellen.

Aline Eras


Kinke Kooi


Hans de Wit


Arno Kramer



Emmy Bergsma


Anouk Griffioen



Hanneke Francken


Roos Holleman


Sigrid van Woudenberg



  • DATUMZondag 5 november
  • LOCATIERijksmuseum Twenthe