Rijksmuseum Twenthe

Paula Modersohn-Becker: Zwischen Worpswede und Paris

Ab dem 8. April - Zusammen mit dem Von der Heydt-Museum in Wuppertal organisiert das RMT eine Ausstellung zu Paula Modersohn-Becker (1876-1907) und den internationalen Einflüssen auf ihr Oeuvre. Die Ausstellung ist in Enschede zu sehen vom 8. April bis zum 12. August 2018 und geht danach nach Wuppertal (9. September 2018 bis 6. Januar 2019).

In dem kurzen Leben von Paula Modersohn-Becker, ein direkter Vorläufer des Expressionismus, spielen das ruhige, norddeutsche Worpswede und das pulsierende Paris wichtige Rollen. In der Künstlerkolonie in Worpswede kommt sie in Kontakt mit dem Impressionismus von Künstlern wie Otto Modersohn und Heinrich Vogeler. Während ihrer unterschiedlichen Reisen nach und Aufenthalte in Paris lernt sie die experimentelle Kunst der internationalen, post-impressionistischen Avantgarde kennen und, wie es aus ihrem Werk scheint, schätzen: der Expressionismus von Vincent van Gogh, die starken Linien und flachen Farbflächen von Paul Gauguin und den Künstlern von Les Nabis; das konstruierte Werk von Paul Cézanne. Mit der intensiven Bildhauerkunst von Auguste Rodin fühlt sie sich eng verbunden.

Die Suche nach der Balance zwischen einem einfachen Leben auf dem Land in Worpswede und dem künstlerischen Experiment im großen Paris bestimmt ihr Werk. 

Sie fühlt sich hin- und hergerissen zwischen zwei Welten: in Worpswede vermisst sie Paris; in Paris denkt sie an Worpswede.



Um diese Geschichte zu erzählen, konzentrieren sich die Museen auf zwanzig Gemälde von Paula Modersohn-Becker aus der Kollektion Von der Heydt. Zudem werden Werke von Künstlern aus Worpswede und den internationalen Avantgardisten gezeigt, darunter Paul Cézanne, Auguste Rodin und Edvard Munch.



Paula Modersohn-Becker, Mädchen mit blau-weißer Kette im Haar, c. 1903