Rijksmuseum Twenthe - Het kunstmuseum van Enschede

PETER ZEGVELD – Vom 30. Juni bis zum 27. Oktober 2019

Ab dem 30. Juni – Schon seit den Achtzigern macht Peter Zegveld (Den Haag, 1951) Theater, Musik und bildende Kunst. Aber erst in den letzten Jahre gingen all diese Disziplinen vollkommen bei seinen Figuren und Installationen ineinander über. Diesen Sommer ist im Rijksmuseum Twenthe eine große Übersichtsausstellung seines Werkes zu sehen, worin die darstellenden, auditiven und bildenden Elemente in einer ultimativen Synthese aufgehen.

Unbekümmertheit und Ernst

Eine Flasche, in der sich ein Ballon befindet, der sich selbst wie ein Geist aufbläst, zwei Köpfe aus Holz, die in einem sich langsam drehenden Rad übereinander stürzen oder eine große Kiste, welche plötzlich aufspringt; es handelt sich hierbei um Beispiele typischer Zegveld-Installationen. Sie erzeugen Geräusche und bewegen sich, dabei sind sie häufig lustig und einfallsreich, wie der Geist, der aus der Flasche entkommen will. Oder sie verunsichern jemanden im ersten Moment, nur um daraufhin wieder ein Lächeln auf dessen Gesicht zu zaubern, so wie der aufspringende „Kistenteufel“ es zeigt.


Und auch wenn die Werke noch so erfinderisch und unbekümmert wirken, so kommt bei Zegveld auch der Ernst zum Tragen. „Mein Thema ist die Verletzbarkeit des Menschen“, so der Künstler. Der Mensch, der geboren wird mit der einzigen unabwendbaren Sicherheit zu sterben und in der Zwischenzeit zusehen muss, sich in diesem Dasein zu retten. Um diese Zeit freuderfüllt zu gestalten, fixiert Zegveld in seinem Werk „Momente“. Momente, die an unser Schicksal oder an unsere grundlegenden Neigungen erinnern. Momente, die uns daran erinnern, wer wir sind. Bei Zegveld sind die Momente jedoch niemals statisch oder eingefroren. Alles spielt sich immer in Bewegung ab.


Neue Synthese

Bewegung war schon von Anfang an Teil von Zegvelds Werken bildender Kunst. In seiner Anfangszeit als Künstler waren es vor allem kurze, heftige Momente: ein vorbeirasendes Auto oder eine Explosion. In den letzten Jahren wurden die Figuren und Installationen erzählender. Das darstellende, erzählende Element hat sich immer mehr in sein bildendes Werk eingeschlichen und die Bewegung hält länger an. Vor ein paar Jahren zog Zegveld in eine große, leerstehende Halle in Zaandam und begann, sich mehr auf das Schaffen von Figuren und Installationen zu konzentrieren. Waren vorher Theater, darstellende Kunst und autonome Musik getrennte Beschäftigungen, bilden sie nun in seinem aktuellen Werk eine Synthese.


Peter Zegveld, Paard, 2011. Photo: Gert Jan van Rooij


Die Ausstellung wird beinahe den ganzen Ausstellungsflügel des Rijksmuseums Twenthe umfassen. Neben einigen Arbeiten aus den vergangenen sechs Jahren und einigen älteren Figuren, gibt es verschiedene neue Installationen zu sehen, die noch nie gezeigt wurden. Auch der Innenhof des Museums ist miteinbezogen und wird unter anderem als Dekor des acht Meter hohen Werkes „Valpijp“ dienen.


Eröffnung und Laufzeit

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 30. Juni 2019, mit einem verspielten Sommersalon eröffnet, das Programm besteht aus Workshops, Vorstellungen, Foodtrucks und noch vielem mehr. Mit seinen Installationen erkundet Peter Zegveld (1951) die Wirkung von Licht, Luft, Akustik und Schwerkraft. Für den Betrachter eröffnet sich dadurch eine Welt voll von Verwunderung, Absurdität und Überraschung.


Die Ausstellung findet vom 30. Juni bis zum 27. Oktober 2019 statt.


Peter Zegveld, Vox populi. Photo: Gert Jan van Rooij