Rijksmuseum Twenthe - Het kunstmuseum van Enschede

Frühstück

Ein Frühstück mit Brot, Käse, Fisch und Bier. Dieses Gemälde erzählt uns etwas über die Essgewohnheiten im 17. Jahrhundert. Der Hering auf dem roten Teller ist in Stückchen geschnitten und die leckersten Stücke - die in der Mitte - liegen einladend bereit, um von einem Messer eingestochen zu werden.

Eine Darstellung des Wohlstands oder ein Ansporn zur Mäßigung?

Dieses Gemälde von Jacob van Hulsdonck (1582-1647) wurde um 1615 angefertigt. Den abgebildeten Produkten werden verschiedene Bedeutungen zugesprochen. Essenswaren wie Hering, Brot, Essig und Bier sind im Goldenen Zeitalter die Grundpfeiler der niederländischen Ökonomie. Und der Teller aus chinesischem Porzellan verweist auf den lebendigen Handel der Holländer mit Keramikwaren aus dem Osten. Einerseits könnte das Gemälde damit den Wohlstand symbolisieren. Andererseits ist die Mahlzeit, die aus Schweinshaxen und Bier anstelle von Wein besteht, relativ schlicht gehalten. In diesem Lichte kann das Stillleben gerade als ein Ansporn zur Mäßigung aufgefasst werden. 


Stillleben

Der Begriff Stillleben findet in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts noch kaum eine Anwendung. Die Bilder werden meistens danach benannt, was darauf abgebildet ist. Ein Blumenstrauß, Fische oder wie in diesem Fall, ein kleines Frühstück. Im Vergleich zu den umfangreichen Prunkstillleben von Malern wie Willem Claesz. Hede und Willem Kalf, ist diese Darstellung eher schmucklos. Der Maler Jacob van Halsdonck aus Antwerpen fertigt am Anfang seiner Laufbahn eine Menge dieser schlichten und häuslichen Abbildungen an.